Ein Rückblick bis zur Gründung

Unser 50 jähriges Jubiläum feierten wir am 5. und 6. Mai 2001 mit einem Super-Festprogramm. Das Konzert der Bläck Fööss am Samstag und der Festzug am Sonntagvormittag mit anschließendem Festkonzert des Musikvereins "Frohsinn" Norf werden uns allen noch lange in Erinnerung bleiben.

Aus diesem Anlass wurde auch unsere neue Standarte der Öffentlichkeit vorgestellt.

 

Unser Spielfreund Andreas Jung errang 1997 die Stadtkönigswürde als erster König unserer Schützenbruderschaft und des Bezirkes Köln-Nord.

Die Mitglieder des Tambourcorps unternahmen in den letzten Jahren einige sehr schöne Ausflüge und Reisen. Genannt seien hier eine Ostsee-Kreuzfahrt und zwei Touren auf die Insel Mallorca. Höhepunkt war sicherlich unsere einwöchige Reise nach Nordamerika 1995 mit Teilnahme an der traditionellen Steuben Parade in New York City und einem Abstecher nach Washington D. C.. Auch die Ausflüge unserer Kinder und Jugendlichen nach De Efteling, Winterberg und zum Panorama Park sollten erwähnt werden. Im Jahre 2000 fuhr man gar zum Euro Disney nach Paris.

 

1991 feierten wir unser 40 jähriges Bestehen mit einem zweitägigen Fest das uns allen noch in guter Erinnerung ist. Unser langjähriger Stabführer Hermann-Josef Helmes gab 1993 sein Amt auf. Als Dank für seine außerordentlichen Verdienste, u. a. als Vorsitzender, wurde er zum Ehrencorpsführer ernannt.

Seit den achtziger Jahren hat sich der Wirkungskreis des Spielmannszuges immer weiter in den Neusser Raum verlagert. Seit 1986 ist das Neusser Bürger-Schützenfest fester Bestandteil unseres Terminkalenders. Die weiteren Einsätze erstrecken sich von den Karnevalstagen bis zum Martinsfest; wobei das Hauptgewicht bei den Schützenfesten von Mitte Juni bis Ende August liegt. Auch das musikalische Repertoire hat sich im Laufe der Jahre erheblich erweitert um mit dem Anspruch der heutigen Zeit Schritt halten zu können.

 

Im Jahre 1974 nahm das Corps am Kölner Rosenmontagszug teil, verkleidet als bayerische Trachtengruppe. An den Bundesschützenfesten der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften hat der Spielmannszug seit 1978 schon neunmal teilgenommen. Seit Mitte der siebziger Jahre fanden regelmäßig Fußballspiele innerhalb des Corps (Senioren gegen Junioren) und gegen andere Gruppen statt. Auch hier konnten viele Erfolge errungen werden. Mehrmals wurde auch der Fußballmeister der Schützenbruderschaften des Bezirkes Köln-Nord geschlagen.

Mitte der sechziger Jahre verlor das Corps viele Mitglieder durch auswärtige Heirat oder berufliche Veränderungen. Dadurch musste das Fanfaren- und Hornspiel aufgegeben werden. Mit nur noch dreizehn Mitgliedern Ende der sechziger Jahre waren die musikalischen Möglichkeiten des Corps sehr eingeschränkt.

In der zweiten Jahreshälfte 1970 gelang es uns jedoch, viele Jugendliche für die Spielmannszugmusik zu gewinnen, so dass die Mitgliederzahl dreißig überschritt. So konnte das Corps nach einigen Jahren intensiver Ausbildungsarbeit wieder die alte Spielstärke erreichen, sie sogar übertreffen Seit dieser Zeit spielt das Corps wieder Querflöten in verschiedenen Stimmen. Es ist dadurch in der Lage, die verschiedensten Stücke aus dem heute sehr breiten Musikangebot vorzutragen.

Ab 1954 nahm das Corps an Freundschaftstreffen und Musikwettstreiten in nah und fern teil, z. B. in Dormagen - Horrem, Leverkusen, Hürth - Kendenich, Gymnich, Brühl, Bornheim - Brenig, Königswinter, Zeltingen a. d. Mosel, Mühlheim a. d. Ruhr, Wollersheim und Kreuzau i. d. Eifel, Horn - Bad Meinberg bei Detmold und Venlo. Damit waren zum Teil auch unvergessliche Ausflugsfahrten verbunden. Nach anfänglichen Platzierungen gelang es uns mehrere Meisterschaftspokale zu erringen; in Kreuzau sogar gegen 67 teilnehmende Vereine wie Spielmannszüge, Fanfaren- und Blasmusikcorps.

Gegen Ende der fünfziger Jahre wurden Fanfaren, Signalhörner und eine Lyra angeschafft. Damit wurde der Klangkörper wesentlich erweitert und viele schöne Musikstücke konnten neu in das Repertoire eingebaut werden. Mitglieder des Corps haben über ein Jahrzehnt bei den Blauen Funken von Köln mitgewirkt (Funkenartillerie blau-wieß von 1870). Dabei wurde außer in Köln auch an Einsätzen von Münster bis München teilgenommen

So war das Tambourcorps "Deutschmeister Köln" schon nach wenigen Jahren dank fleißiger Proben in Köln und der weiteren Umgebung eine bekannte Gruppe.

Schon wenige Monate nach seiner Gründung hatte das Corps, beim damals noch groß gefeierten Maifest 1952, seine Feuerprobe zu bestehen. Dann folgten Einsätze bei fast allen damaligen Veranstaltungen. Hauptsächlich war die Mitwirkung bei den Schützenfesten gefragt, doch auch bei Umzügen an Turn-, Feuerwehr-, Theaterfesten und Karneval wurde mitgewirkt.

 

Das Tambourcorps "Deutschmeister Köln" wurde 1951 von der "St. Hubertus" Schützenbruderschaft 1929 e. V. Roggendorf/Thenhoven unter der Leitung der Brudermeister Peter Schnitzler und Albert Lammertz ins Leben gerufen. Herr Lammertz hat in den dreißiger Jahren als Corpsführer beim damaligen Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr mitgewirkt Er übernahm in der ersten Zeit die Ausbildung der Flötisten, die später Josef Schugt fortführte. Dieser war dann auch einige Jahre als Corpsführer tätig. Für die Ausbildung der Trommler fand sich in Franz Lyrmann ein hervorragender Lehrmeister.